Gedankenchaos

Ich bin laut und leise zugleich. Nehme mir kein Blatt vor den Mund und spreche wieder einmal schneller als ich denke. Wähle meine Worte schließlich doch sehr mit Bedacht und spreche manche Gedanken dann doch lieber nicht aus, sondern schreibe sie im Geheimen lieber auf.

Denke also oftmals zu viel und dann doch wieder zu wenig nach. Und obwohl ich unendlich viele Gedanken in meinem Kopf habe, scheint keiner davon so wirklich klar zu sein. Stelle mir daher ständig die Frage, was ich eigentlich will. Wohin ich will. Aber auch, was ich nicht will. Und finde im gefühlten Sekundentakt eine neue Antwort darauf. Aber keine, mit der ich so wirklich zufrieden sein kann. Will. Denn während ich wieder einmal alles will, will ich auch gar nichts.

Habe gleichzeitig immer das Gefühl, etwas zu verpassen. Und zusätzlich nicht nur Angst, nicht genug zu tun, sondern auch nicht genug zu sein. Nicht genug zu lachen, aber auch nicht genug zu weinen. Nicht genug zu erleben, aber auch nicht genug zu ruhen. Und nicht genug zu genügen.

Aber wieso eigentlich? Es ist doch gerade alles ok. Eigentlich. Denke ich. Und dann doch irgendwie auch wieder gar nichts. Es sollte sich gerade alles leicht anfühlen. Eigentlich. Aber trotzdem fällt mir gerade alles schwer. Denn jeder Schritt fühlt sich mal wieder an wie ein Marathonlauf und jeder neue Morgen wie ein altes Gestern. Ein Gestern, das zwar längst vergangen ist, aber ein Morgen, der nur darauf wartet, um heute ein besseres Gestern zu werden.

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